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Ernährung & Gesundheit

Tipps für eine kindersichere Wohnung

Foto: Kinderisches Heim

Bereits im ersten Lebensjahr vergrößern Kinder Schritt für Schritt ihren Aktionsradius und verwandeln die Wohnung bald in einen Abenteuerspielplatz. Schnell ist da ein Unglück passiert. Wer einige Basistipps beherzigt, kann zumindest einem Teil der Gefahren vorbeugen.

Babys nie allein lassen

Von Geburt an gilt: Man darf Babys nie allein auf dem Wickeltisch lassen und sollte immer „eine Hand am Kind“ haben. Denn die neuen Erdenbürger können sich von einem Tag auf den anderen drehen. Fangen sie an zu krabbeln, wird es höchste Zeit, die ganzen vier Wände kindersicher zu machen.

Wichtige erste „Amtshandlungen“  

  • Steckdosenschutz anbringen
  • Falls Treppen vorhanden: Treppenschutzgitter montieren
  • Fenster und Balkontüren mit abschließbaren Griffen sichern. Achtung: immer Schlüssel abziehen
  • Putz- und Reinigungsmittel an einem kindersicheren Ort, z. B. in einem abschließbaren Schrank verstauen
  • Keine Schnüre oder Kordeln, z. B. von Gardinen, herabhängen lassen. Strangulationsgefahr!
  • Kantenschutz an Möbelecken verteilen
  • Lose Stromkabel außer Reichweite von Kindern verlegen, z. B. hinter Schränken

Gefahrenort Küche sichern

Die Küche ist für Kinder ein ganz besonders spannender Ort. Hier wird gewerkelt, gespült, es duftet und brodelt. Doch leider zählt dieser verführerische Raum zu den Hauptunfallplätzen. Allererstes Sicherheitsrisiko ist der Herd. Deswegen:

  • Herdschutzgitter anbringen, falls nötig mit Schalterabdeckung
  • Topf- und Pfannenstiele immer nach hinten drehen, da Kinder versuchen können, sich daran hochzuziehen
  • Auf den hinteren Platten kochen
  • Wird das Backofenfenster zu heiß: Backofenschutzgitter besorgen

Wasserkocher, Kaffeemaschine, Friteuse, Toaster, Mixer oder Brotschneidemaschine müssen für Kinder ebenfalls unerreichbar stehen. Auch deren Stromkabel dürfen nicht herunterhängen, da kleine Hände gerne daran ziehen.

Messer, Gabel, Schere, Licht sind für kleine Kinder nicht...

Gefährliche Alltagsgegenstände wie spitze oder scharfe Küchenutensilien, Feuerzeuge sowie Medikamente und Kosmetika müssen in abschließbaren Schränken oder Schubladen verwahrt werden. Darüber hinaus sollte man prüfen, ob unter den Wohnungspflanzen vielleicht giftige sind. Fürs Bad eignen sich Wannen- und Duscheinlagen, um Ausrutschen zu vermeiden. Elektrische Geräte wie Föhne müssen nach Gebrauch wegräumt werden. Auch sollte man Spül-, Waschmaschinen- und Wäschetrocknertüren stets verschlossen halten. Ebenfalls ist ratsam, auf Tischdecken zu verzichten. Mit einem Griff kann der Nachwuchs die ganze gedeckte Kaffeetafel abräumen. Der heiße Inhalt einer Tasse genügt, um bei Kleinkindern 30 Prozent der Körperoberfläche zu verbrühen!

Bei allen Ratschlägen ist es jedoch unabdingbar, immer ein wachsames Auge auf den Nachwuchs zu haben und den kleinen Entdeckern möglichst einen Schritt voraus zu sein. Gehen Sie selbst einmal auf alle Viere und erkunden die Wohnung mit den Augen eines Kindes. Sie werden erstaunt sein, welche Gefahrenquellen noch lauern. Und wenn doch etwas passiert: Im Notfall 112 anrufen!

Weiterführende Informationen

Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V.  www.kindersicherheit.de

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Zuletzt aktualisiert: 14.02.2011