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Weinen und Schreien im Babyalter

Baby schreit

Wie viel schreien Babys?

Weinen und Schreien im Babyalter ist normal. Die meisten Säuglinge weinen nach der Geburt von Woche zu Woche mehr. Im Alter von etwa 6 Wochen schreien viele Babys 2-3 Stunden täglich. Danach werden die Schreiperioden in der Regel wieder kürzer. Nach 3-5 Monaten weinen viele Kinder nur noch wenig. Bei Babys, die einige Wochen vor dem errechneten Termin zur Welt gekommen sind, kann sich die Dauer der Schreiphasen um diese Zeit verlängern.

Viele Ursachen sind möglich

Weinen und Schreien ist für das frisch geborene Baby ein wichtiger Weg, uns mitzuteilen, dass ihm etwas fehlt, es sich unwohl fühlt oder Schmerzen hat. Für junge Eltern ist es oft nicht leicht herauszufinden, warum der kleine Spross weint.

Hunger:
Der häufigste Grund ist Hunger. Neugeborene melden sich in den ersten Lebenswochen alle 2-4 Stunden, um gestillt zu werden oder die Flasche zu bekommen. Später vergrößern sich die Abstände.

Volle Windel: Eine volle oder nasse Windel kann Babys solch ein Unbehagen bereiten, dass sie heftig zu schreien beginnen.

Frieren, Schwitzen: Sensibel reagieren Säuglinge auch auf Temperaturänderungen, da ihre Regulationsmechanismen noch nicht richtig funktionieren. Sie schreien, wenn sie frieren oder ihnen zu warm ist. Eine Raumtemperatur um 20 oC wird empfohlen.

Übermüdung, Überreizung: War ein Baby tagsüber vielen oder neuen Reizen ausgesetzt, z. B. durch viel Besuch, kann es so erschöpft sein, dass es sofort einschläft. Oder es ist so aufgedreht, dass es trotz großer Müdigkeit nicht in den Schlaf findet. Als Reaktion verfällt es in heftiges Weinen.

Wunsch nach Körperkontakt: Manchmal ist es einfach nur die körperliche Nähe zu einer vertrauten Person, nach der sich die Kleinen sehnen, und darum zu weinen anfangen.

Schmerzen: Säuglinge empfinden alle Formen von Schmerz. In der Regel reagieren sie darauf  mit Schreien. 

Sonstige Störfaktoren: Babys können ihren Unmut äußern, wenn sie durch Helligkeit, Dunkelheit oder Lärm irritiert oder gestört werden. 

Unspezifisches Schreien: Nicht immer ist ein Gund für das Schreien ersichtlich. Lässt sich keine Ursache ausmachen, spricht man von unspezifischem Schreien. Oftmals beginnen Schreiattacken am Nachmittag und dauern bis in den Abend hinein.

Ursache schmerzhafter Blähungen

Schreien Babys stark und ausdauernd, können auch schmerzhafte Blähungen dafür verantwortlich sein. Sie entwickeln sich leicht, wenn das Baby während des Trinkens zu viel Luft aufnimmt. Die Luft vermischt sich mit der getrunkenen Milch zu einem stabilen Milchschaum, der den Darm aufbläht und Schmerzen bereiten kann.
 Blähungen im Babyalter

Ist mein Kind ernstlich krank?

Um auszuschließen, dass anhaltende Bauchschmerzen und Schreiattacken eine organische Ursache haben, sollten sich die Eltern an ihre Kinderärztin bzw. ihren Kinderarzt wenden.

Vor allem Zeichen wie Erbrechen, Durchfall, Verstopfung oder Fieber deuten auf eine körperliche Erkrankung hin, z. B. auf eine Magen-Darm-Infektion oder einen Darmverschluss. Auch Erkrankungen an anderen Organsystemem können bei Säuglingen mit Bauchschmerzen und Schreianfällen einhergehen, z. B. eine Mittelohr-, eine Lungen- oder eine Harnwegsentzündung.

Bei organischen Erkrankungen ist stets eine spezifische ärztliche Therapie notwendig.

Hinweis:

Die Inhalte dieser Website dienen ausschließlich der Information und können keinesfalls die ärztliche Beratung ersetzen. Bei speziellen Fragen zu Ihrem Baby suchen Sie bitte die betreuende Kinderärztin bzw. den betreuenden Kinderarzt auf.

Weiterführende Informationen

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Zuletzt aktualisiert: 14.02.2011