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Blähungen im Babyalter

Blaehungen im Babyalter

Entstehungsweise

Eine Hauptursache von Blähungen bei Säuglingen wird in der Milchernährung gesehen. Gerade beim wenige Wochen alten Säugling, dessen Verdauungssystem noch nicht ganz ausgereift ist, neigt die Milch dazu, während der Magen-Darm-Passage einen kleinblasigen, trägen Schaum zu bilden, der über mehrere Stunden stabil bleibt. Gase, die in dem Milchschaum eingeschlossen sind, können nicht entweichen. Der aufgeblähte Schaum drückt auf die Darmwand und kann Bauchschmerzen auslösen.

Stillkinder und Flaschenkinder sind gleichermaßen betroffen

Ob ein Kind Blähungen entwickelt oder nicht, ist unabhängig davon, ob es gestillt wird oder Flaschennahrung erhält. Entscheidender ist, ob es beim Trinken größere Mengen Luft schluckt. Das geschieht leicht, wenn Kinder sehr gierig trinken oder in einer ungünstigen waagerechten Haltung gestillt bzw. gefüttert werden. Auch ein zu großes Saugerloch am Fläschchen verleitet zu hastigem Trinken mit vermehrter Luftaufnahme. Und wenn das Kind erst einmal weint, schluckt es unter Umständen noch mehr Luft, was Blähungen und Schmerzen weiter fördert. 

Erscheinungsbild bei schmerzhaften Blähungen

Typisch für schmerzhafte bis kolikartige Blähungen ist es, wenn der Säugling regelmäßig etwa eine halbe Stunde nach dem Trinken intensiv zu weinen beginnt. Der Bauch bläht sich auf, die Beinchen werden krampfartig angezogen und wieder gestreckt. Das Baby ballt die Hände zu kleinen Fäusten, und das Gesicht kann sich rot oder bläulich verfärben oder es wird blass. Die Schreiphasen können stundenlang andauern, ohne dass sich das Kind beruhigen lässt. Manchmal geht es ihm besser, nachdem Blähungen oder Stuhl abgegangen ist.  

Häufigkeit und Definition

In den ersten Lebensmonaten leiden sehr viele Babys an Blähungen. Schätzungsweise 10-30 Prozent entwickeln dabei kolikartige Bauchschmerzen, die sich mit Schreianfällen äußern können. Jungen sind erfahrungsgemäß häufiger betroffen als Mädchen. Zudem scheinen besonders sensible oder temperamentvolle Kinder eher zu schmerzhaften Blähungen mit Schreiattacken zu neigen.

Verlauf

Obwohl schmerzhafte Blähungen den Kindern schwer zu schaffen machen können, besteht keine körperliche Erkrankung. Die Kleinen sind gesund und gedeihen gut. Nach 3-5 Monaten hören Blähungen und Schreiattacken in der Regel von alleine auf.

Hinweis:
Bei Fieber oder anderen Verdachtsmomenten, dass das Kind krank sein könnte, suchen Sie bitte zum Ausschluss einer organischen Ursache unbedingt die Kinderärztin bzw. den Kinderarzt auf.

Hinweis:

Die Inhalte dieser Website dienen ausschließlich der Information und können keinesfalls die ärztliche Beratung ersetzen. Bei speziellen Fragen zu Ihrem Baby suchen Sie bitte die betreuende Kinderärztin bzw. den betreuenden Kinderarzt auf.

Weiterführende Informationen

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Zuletzt aktualisiert: 14.02.2011