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Stressabbau, Beruhigung, Einschlafhilfen
Ruhe und Regelmäßigkeit im Alltag und ein harmonisches Familienumfeld geben Babys einen Ruhepol, der Schreiattacken entgegenwirken kann.
Geregelten Tagesrhythmus einhalten
Ein regelmäßiger und ruhiger Tagesablauf bei Mahlzeiten, Schlafenszeiten, Spielen und anderen Aktivitäten schafft einen stabilen, verlässlichen Rahmen, der dem noch sehr jungen Baby hilft, sein inneres Gleichgewicht zu finden. Das fördert die Ausgeglichenheit und Zufriedenheit des Kindes und kann helfen, Schreiattacken entgegenzuwirken.
Besonders wichtig scheint es zu sein, dem Baby ausreichend Schlaf zu ermöglichen. Vor allem bei sensiblen Kindern sollte man die Tagesschlafzeiten fest einplanen und Unternehmungen um diese Fixpunkte herum einbauen.
Stressabbau in der Familie
Stress, Hektik und Spannungen in der Familie können sich leicht auf das Baby übertragen und Unruhe, Quengeligkeit und Schreiphasen auslösen oder verstärken. Oft sind es gerade sensible und temperamentvolle Babys, die besonders empfindlich auf Stress reagieren.
Alles, was zur Harmonisierung im familiären Umfeld beiträgt, hilft nicht nur dem Baby, sondern der ganzen Familie. Dazu gehört es, bewusst Termindruck und bekannte Stressfaktoren – auch Freizeitstress – abzubauen, Lösungen für Konflikte und Sorgen zu suchen und mehr Erholungsphasen ins Leben zu bringen.
In schwierigen Schreiphasen hilft es, wenn sich die Partner bei der Betreuung des Babys öfter ablösen. Der Partner, der „frei“ hat, sollte für diese Zeit das Zimmer oder die Wohnung verlassen. So kann man am besten auftanken. Wenn möglich sollten sich die Eltern selbst ab und zu Ruhe, Entspannung und schöne gemeinsame Stunden gönnen.
Tipps zur Beruhigung des Säuglings
In den ersten drei Lebensmonaten haben folgende vier Beruhigungsfaktoren gute Chancen, einen weinenden Säugling zu beruhigen:
- häufiger enger Körperkontakt, z. B. häufiges Tragen im Tragetuch;
- Schaukeln und Wiegen;
- dem Baby leise Sch-Laute vorsummen;
- das Baby saugen lassen, z. B. am Finger oder Schnuller; Saugen ist in diesem Alter die einzige Möglichkeit für den Säugling, sich selbst zu beruhigen.
Einschlafen
Im Alter von 0-3 Monaten benötigen Babys individuell unterschiedlich zwischen 12-19 Stunden Schlaf pro Tag, wobei die einzelnen Schlafphasen in der Regel nicht länger dauern als 4 Stunden.
Je müder ein Baby ist, desto schlechter kann es einschlafen. Deshalb ist es sehr wichtig, dem Kind gerade in den ersten Lebensmonaten auch tagsüber ausreichend Schlaf zu ermöglichen.
Ebenso wichtig ist, erste Müdigkeitssignale des Babys, z. B. Gähnen oder leichtes Quengeln, zu erkennen und rasch zu reagieren, bevor es zu schreien beginnt. In diesem Alter ist alles erlaubt, was das Baby zur Ruhe bringt, wie auf den Arm nehmen, schaukeln, den Finger oder Schnuller zum Saugen anbieten. Ist das Baby eingeschlafen, ist es sinnvoll, noch eine Weile zu warten, bis man es ins Bettchen oder die Wiege legt, damit es beim Hinlegen nicht gleich wieder aufwacht. Denn Neugeborene beginnen ihren Schlaf, anders als ältere Kinder und Erwachsene, mit einem so genannten „aktiven Schlaf“, aus dem sie schnell wieder hochschrecken können.
Weiterführende Informationen
Infothek
Die Infothek hält eine Vielzahl von Informationen und Ratschlägen für Sie bereit. Ob es um wunde Brustwarzen, die passende Kleidung für den Säugling oder Empfehlungen für Bücher oder Spiele geht – in der Infothek gibt es für jeden etwas.
Service
Hier finden Sie Dosierungs- und Gebrauchs-
informationen zu sab simplex®, eine Check-
liste „Was tun bei Blähungen im Babyalter“, einen Baby-Kalender zur Dokumentation des Tagesablaufs, nützliche Adressen, Buchtipps etc.



