Dreimonats­koliken & Blähungen

Die ersten Monate mit Ihrem Baby sind eine spannende Zeit. Sobald das Baby auf der Welt ist, stellt es Ihr Leben komplett auf den Kopf. Alles könnte so schön sein, würden Ihren Säugling nicht schmerzhafte Blähungen plagen.

Typische Symptome bei Dreimonats­koliken

  • Ihr Baby beginnt regelmäßig etwa eine halbe Stunde nach dem Trinken intensiv zu weinen
  • Der kleine Bauch ist aufgebläht, rumort und fühlt sich hart an
  • Ihr Kind stößt auf, oder Winde gehen ab
  • Ihr Baby zieht seine Beinchen krampfhaft an sich, um sie dann ruckartig wieder wegzustoßen

Die Schreiphasen können stundenlang anhalten und erst mit dem Ausscheiden von Stuhl und Luft nachlassen. Nach drei bis fünf Monaten hören die Blähungen häufig von alleine auf.

Der Dreimonatskolik lässt sich vorbeugen. Was Eltern tun können erfahren Sie hier.

Wichtig
Schließen Sie organische Erkrankungen aus

Treten die Beschwerden erstmals auf, wenden Sie sich am besten an Ihren Kinderarzt bzw. Kinderärztin, um andere Risiken auszuschließen.

Ursachen

In den ersten Lebensmonaten leiden viele Säuglinge unter Blähungen, die sich zu Krämpfen mit anhaltenden Schreianfällen sogenannten Säuglings- oder Dreimonats­koliken steigern können.

Im Normalfall kein Grund zur Beunruhigung, sind sie für junge Eltern dennoch nervenaufreibend und beunruhigend.

  • Milchernährung

    Eine Hauptursache von Blähungen liegt in der Milchernährung. Gerade beim wenige Wochen alten Säugling, dessen junges Verdauungs­system noch nicht vollständig entwickelt ist, neigt die Milch dazu, einen kleinblasigen, trägen Schaum zu bilden, der über mehrere Stunden stabil bleibt. Gase, die in dem Milchschaum eingeschlossen sind, können nicht entweichen. Der aufgeblähte Schaum drückt auf die Darmwand und verursacht kolikartige Druckschmerzen.

  • Trinkverhalten

    Ob ein Kind Blähungen entwickelt, hängt nicht davon ab, ob es gestillt wird oder Flaschennahrung erhält. Entscheidender ist, ob es beim Trinken zu viel Luft schluckt. Dies geschieht leicht, wenn Kinder sehr hastig trinken oder in einer ungünstigen waagerechten Haltung gestillt bzw. gefüttert werden. Auch ein zu großes Saugloch am Fläschchen verleitet zu hastigem Trinken mit vermehrter Luftaufnahme.

  • Ernährung der Mutter

    Wenn Sie Stillen, kann Ihre eigene Ernährung die Verdauung Ihres Babys beeinflussen. Blähende Substanzen können durch die Muttermilch auf das Baby übergehen. Wenn Ihr Baby unter Blähungen leidet, können Sie selbst testen, ob es sich bessert, wenn Sie auf blähende Gemüsesorten wie Kohl, Lauch, Hülsenfrüchte oder Zwiebeln verzichten.

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Tipps zur Behandlung und Vorbeu­gung von Blähungen und Dreimonats­koliken

  • In Ruhe Füttern/Stillen und Zeit geben

    Nehmen Sie sich Zeit, vermeiden Sie Stress und sorgen Sie für eine entspannte Atmosphäre beim Stillen z.B. mit beruhigender Musik. Machen Sie beim Stillen kleine Pausen und lassen Sie Ihr Kind zwischendurch ein „Bäuerchen“ machen, damit Luft entweichen kann.

  • Sanfte Bauchmassage und Wärmflasche

    Körperliche Nähe, Wärme und Geborgenheit zu geben – am besten in heimeliger, vertrauter Umgebung – hilft, ein schreiendes Baby zu beruhigen. Ihre Nähe tröstet Ihren kleinen Liebling. Massieren Sie dabei sanft das Bäuchlein im Uhrzeigersinn. Dabei lösen sich die Spannungen im Darm ganz natürlich auf. Auch Wärme hilft gegen Krämpfe. Legen Sie eine handwarme Wärmflasche auf - Vorsicht, sie darf nicht zu heiß sein!

  • Luftbläschen beim Trinken vermeiden

    Vielen Säuglingen bekommt es besser, in leicht aufrechter Körperhaltung gestillt bzw. gefüttert zu werden anstatt liegend. Da Luft bekanntlich nach oben steigt, bleibt verschluckte Luft schon während des Trinkens oben und kann leichter wieder nach außen gelangen.

  • Kräutertees für zwischendurch

    Eine beruhigende und krampflösende Wirkung auf Magen und Darm wird Kümmel, Anis oder Fenchel zugesprochen. Sie können Ihrem Baby zwischen den Milchmahlzeiten als Tee angeboten werden.

    Wichtig: Stets ungezuckerte Getränke geben, um Karies vorzubeugen.

  • Fliegergriff nach dem Füttern/Stillen

    Der Fliegergriff ist eine Trageposition für Babys, die besonders bei Bauchschmerzen und Blähungen eingesetzt wird. Halten Sie Ihr Baby in der "Fliegerstellung". Das heißt, Sie legen es in Bauchlage auf Ihren Unterarm und stützen seinen Kopf mit Ihrer Hand. So rufen Sie das Bäuerchen leichter hervor.

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    Der Fliegergriff - so halten sie Ihr Baby richtig

    • 1.

      Baby mit Bauch nach unten auf den (Unter-) Arm legen

    • 2.

      Das Köpfchen liegt sicher in Ihrer Hand oder Ellenbogenbeuge

    • 3.

      So haben Sie eine Hand frei, um den Babybauch zusätzlich sanft zu massieren

  • Fläschchen ruhen lassen

    Nach dem Zubereiten des Fläschchen sollten Sie die Flasche eine kurze Weile ruhen lassen, damit die beim Schütteln entstandenen Luftblasen aus der Milch entweichen können und nicht mitgetrunken werden. Achten Sie zudem darauf, dass das Loch des Saugers die richtige Größe hat. Beim Füttern mit der Flasche sollte der Sauger blasenfrei mit Milch gefüllt sein.

  • Als stillende Mutter blähende Speisen vermeiden

    Stillende Mütter sollten blähende Speisen wie Zwiebeln oder Hülsenfrüchte meiden. Ansonsten können blähende Substanzen durch die Muttermilch auf Ihr Baby übergehen.

Wichtig: Fragen Sie bei häufigen Beschwerden zudem Ihren Kinderarzt oder Kinderärztin um Rat.
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